APAL@AmnAsia (2020-24)
AmnAsia ist ein Residenzprogramm, das darstellenden Künstler*innen mit asiatischem Hintergrund die Möglichkeit bietet, in einem Umfeld zu arbeiten, das von anderen darstellenden Künstler*innen mit asiatischem Hintergrund umgeben ist und in dem sie Erfahrungen, Ressourcen und Wissen austauschen können. Es ist auch ein Raum, in dem sie sich gegenseitig unterstützen und ihre künstlerische Prozesse und Arbeiten anregen können. Bei AmnAsia geht es nicht nur darum, wie wir Werke schaffen, sondern auch darum, wie wir zusammenleben und uns gemeinsam weiterentwickeln. Es ist ausdrücklich nicht produktionsorientiert, sondern konzentriert sich auf künstlerische Prozesse und Experimente mit Ideen, Ansätzen, Arbeitsweisen oder was auch immer die Künstler*innen herausfordert oder fasziniert. Die Künstler*innen haben die Autonomie, sich mit Themen zu beschäftigen, die sie beschäftigen, und ihre eigene Ästhetik und Stimme in ihren Werken zu bestimmen. AmnAsia verweist auf die Gefahr der Auslöschung und Aneignung, der asiatische Künstler*innen in einer überwiegend weißen Gesellschaft ausgesetzt sind, und ist ein Versuch, sich dagegen zu wehren.
Für die Residenz können sich darstellende Künstler*innen als Einzelpersonen oder als Gruppen mit einem Projekt bewerben, das in Form einer Idee, eines Entwurfs oder eines Work-in-Progress sein kann. Am Ende der Residenz präsentieren sie ihre Works-in-Progress im Berliner Ringtheater. Die Residenz beruht auf dem Prinzip der Selbstorganisation und der Gegenseitigkeit. Das bedeutet, dass die teilnehmenden Künstler*innen nicht nur an ihren eigenen Projekten arbeiten, sondern auch bereit sein müssen, sich während der Residenz gegenseitig zu unterstützen.
- Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zur Verfügung zu stellen, um die Projekte der anderen Künstler*innen zu unterstützen
- Den Arbeitsplan gemeinsam zu planen
- Die täglichen Aufgaben (wie Putzen, Kochen usw.) und die verfügbaren Ressourcen (wie Probestudios, Ausrüstung, Probenzeiten usw.) zu teilen
✭ Was bietet APAL@AmnAsia?
- Gage von 500€ für jeden/jede Künstler*in für den gesamten Zeitraum von APAL@AmnAsia.
- Arbeitsräume und Studios zur Mitbenutzung
- Dramaturgische Betreuung
- Abschlusspräsentationen im Berliner Ringtheater
- Unterkunft auf The Farm
- Vegetarische Mahlzeiten auf The Farm
- Reisekosten für ein Hin- und Rückfahrtticket mit der Bahn, 2. Klasse, Economy (Berlin – The Farm)
✭ Was wurde erreicht?
Zwischen 2020 und 2024 fanden neun Ausgaben von APAL@AmnAsia statt, an denen 59 Künstler*innen aus 19 Ländern teilnahmen. Ermöglicht wurden sie durch die Unterstützung des Fonds Darstellende Künste, der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und des Projektsfonds des Bezirks Kreuzberg-Friedrichshain.
✭ FAQ
Ich wohne außerhalb Deutschlands, kann ich mich für die APAL@AmnAsia Residenz bewerben?
Nein. Aufgrund unserer begrenzten Ressourcen können wir derzeit keine Bewerbungen von Künstler*innen annehmen, die außerhalb Deutschlands leben.
Muss ich eine deutsche Steuernummer haben?
Ja. Wir können die Künstler*innen nur bezahlen, wenn sie eine deutsche Steuernummer haben. Wenn Sie sich als Team bewerben, stellen Sie bitte sicher, dass auch alle anderen Mitglieder ihre deutsche Steuernummer haben. Bitte beachten Sie, dass die Steuernummer nicht mit der Steuer-ID identisch ist. Die Steuernummer hat das Format 00/000/00000.
Was versteht man unter einer/einem darstellenden Künstler*in in dieser Residenz?
Diese Residenz richtet sich an Künstler*innen, die mit Live-Performance auf der Bühne arbeiten, unabhängig von Medium oder Format.
Wir sind eine Gruppe von Künstler*innen mit und ohne asiatischen Hintergrund. Können wir uns für die Residenz bewerben?
Nein. Die Residenz ist als Safe Space für Künstler*innen mit asiatischem Hintergrund gedacht, um Erfahrungen auszutauschen und Solidarität zu finden. Die Künstler*innen vergangener Ausgaben haben das Bedürfnis geäußert, die Residenz ausschließlich für Künstler*innen mit asiatischem Hintergrund beizubehalten, da ein solcher Raum in Deutschland derzeit fehlt.
Muss ich für die gesamte Dauer der Residenz bleiben?
Ja. Die Residenz ist mehr als nur eine Gelegenheit für Künstler*innen, an ihren eigenen Projekten zu arbeiten. Wir hoffen, dass die Künstler*innen durch die Residenz ein Gefühl der Verbundenheit entwickeln, indem sie sich gegenseitig bei ihren Projekten unterstützen und die tägliche Arbeit teilen. Eine Verkürzung der Residenzzeit würde den Bindungsprozess beeinträchtigen.
Wird für den Tag der Abschlusspräsentation in Berlin eine Unterkunft zur Verfügung gestellt?
Nein. Eine Unterkunft wird nur für die Zeit auf der Farm zur Verfügung gestellt. Für den Tag der Abschlusspräsentation in Berlin müssen Sie selbst eine Unterkunft organisieren.
Ich möchte mit einem Thema arbeiten, das meine traumatischen Erfahrungen behandelt. Ist die APAL@AmnAsia Residenz für mich geeignet?
Das kommt darauf an. Wenn Sie einen langen Arbeitsprozess und eine vertraute Umgebung benötigen, um Ihre Arbeit zu schaffen, dann ist die Residenz vielleicht nicht geeignet. Bitte bedenken Sie, dass die Residenz sehr kurz ist und dass Sie in einer ungewohnten Umgebung leben werden, umgeben von Menschen, die Sie nicht kennen.
Wie lang sollte mein Stück für die Abschlusspräsentation im Berliner Ringtheater sein?
Nicht länger als 12 Minuten.
Wer bezahlt die GEMA für die Musikrechte an meinem Stück?
Wir empfehlen Ihnen, Musik zu verwenden, die Sie selbst produziert haben oder an der Sie die Rechte besitzen. Wenn Sie Musik verwenden, die urheberrechtlich geschützt ist, müssen Sie die GEMA selbst bezahlen.
Ist es möglich, dass meine Arbeit nicht dokumentiert wird oder dass die Dokumentation nicht öffentlich gezeigt wird?
Nein. Die Dokumentation ist ein wichtiger und integraler Bestandteil der Residenz. Bitte bewerben Sie sich daher nur, wenn Sie damit einverstanden sind, dass Ihre Arbeit dokumentiert und die Dokumentation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Ist APAL@AmnAsia barrierefrei zugänglich?
The Farm ist nicht für eine barrierefreie Nutzung ausgelegt. Für weitere Informationen: Barrierefreiheit